"Wo's Sträußchen hängt, wird ausgeschänkt."
In Rheinland-Pfalz ist die Gastlichkeit zu Hause. Wenn Sie in den Wein-Regionen unseres Bundeslandes unterwegs sind, laden Straußwirtschaften zu einem gemütlichen Beisammensein ein. Hier nur einige Beispiele:
- Mosel-Saar: Weingut Göbel (Zur Straußwirtschaft)
- Naheland: Weingut Schmidtburger Hof (Zur Straußwirtschaft), Ferienresidenz & Weingut Schlossmühle Dr. Höfer (Zur Straußwirtschaft)
- Rheinhessesn: Wein-/Gästehaus Gutsschänke Schmitt (Zur Straußwirtschaft)
Doch, was ist eigentlich eine Straußwirtschaft?
Straußwirtschaften in Rheinland-Pfalz
Eine Straußwirtschaft ist ein von Winzern und Weinbauern saisonal geöffneter Gastbetrieb, in dem sie zu bestimmten Zeiten ihren selbsterzeugten Wein direkt vermarkten. Es sind auch die Begriffe Besenwirtschaft und Besenschänke, Rädlewirtschaft sowie Hecken- oder Häckerwirtschaft verbreitet.
Die Straußwirtschaft ist grundsätzlich mit dem Ausschank von selbst erzeugtem Wein durch einen Winzer in dessen Räumen oder Weinkeller verbunden. Die Räumlichkeiten für eine Straußwirtschaft weisen unterschiedlichen Charakter auf, neben gaststättenähnlich eingerichteten Räumen findet sich auch die Scheune, die mit einfachen Sitzbänken provisorisch umgebaut wurde. In früheren Jahrzehnten sollen die Winzer auch schon mal ihre Wohnung oder den Viehstall ausgeräumt haben.
Als historisches Vorbild für die Straußwirtschaft wird meist der Erlass Capitulare de villis vel curtis imperii Karls des Großen aus dem Jahr 791 zitiert - in diesem wurde angeblich den Winzern der Betrieb von "Kranzwirtschaften" erlaubt, die durch einen ausgehängten Kranz aus Reben oder Efeu kenntlich gemacht wurden.
Und diese Erkennungszeichen sind auch heute noch zu finden: Inhaber von Straußwirtschaften dekorieren ihre Haustüren mit einem Blumensträußchen oder einem Kranz aus Reben oder Efeu. Und laden getreu dem Motto „Wo’s Sträußchen hängt, wird ausgeschenkt." zum gemütlichen Beisammensein ein.
(Quelle: Wikipedia)





