Die Pfalz ist eine Region, die viele unterschiedliche Landschaften, Charaktere, Ess- und Trinkgewohnheiten, architektonische und kulturelle Sehenswürdigkeiten hervorbringt. Sogar der Dialekt wandelt sich von Ort zu Ort. In dieser Vielfalt liegt der Reiz der Region und daher sollten Sie nie sagen, dass Sie in der Pfalz waren, ohne die Orte zu nennen, die Sie persönlich kennengelernt haben.
Speyer – Hochburg für Architektur, Natur und Kultur

Wenn Sie den Speyerer Dom besuchen möchten, was sehr empfehlenswert ist, da er die größte erhaltene romanische Kirche Europas ist und den vier Salier-Kaisern als Grabstätte dient. Aber auch Mitglieder aus dem staufischen und habsburgischen Haus haben hier ihre letzte Ruhe gefunden. Auch sollten Sie die Gelegenheit nutzen, zu Wasser und zu Fuß die seltene und geschützte Auenlandschaft in Speyer mit Wäldern, Stillgewässern, Röhrichten und Stromtalwiesen zu erkunden. Nicht nur die Präsenz und die dominante Größe des Kircheninneren, sondern auch die urwaldähnliche Natur des „Wilden Südens“ von Speyer versetzen Sie in die Vergangenheit zurück. Und das auf Tuchfühlung mit der in Sachen Kultur quirligsten und lebendigsten Stadt der Region.
Landau – Vive la France, l’architecture et l’éducation!
Die Architektur der modernen Universitätsstadt in der Südpfalz ist von ihrer Vergangenheit als französische Festung bis heute geprägt. Das Militär blieb auch nach der französischen Revolution für die Landauer neben dem Handel eine wichtige Wirtschaftsgrundlage. Die Straßen sind entsprechend prächtig und breit, besonders die Ringstraße besticht durch ihre großen Jugendstilhäuser aus Sandstein. Die Stadt weiß ihr Potenzial zu nutzen und wurde 1990 zu einer der kleinsten Uni-Städte Deutschlands mit den Schwerpunkten Erziehungs- und Sozialwissenschaften. Ihre Kultur- und Weinbotschafter sorgen in Landau dafür, dass es Ihnen bei den Rundgängen durch die Landauer Straßen angesichts der vielen zu Stein gewordenen Geschichte nicht zu trocken wird. Denn guter Wein wächst bekanntlich auch auf steinigem Terroir!
Neustadt – Wandermetropole an der Weinstraße

Weine verkosten und bewusst genießen lernen - das können Sie in einem Rundgang durch das historische Neustadt a.d. Weinstraße mit integrierter Weinprobe oder bei einem professionell gehaltenen Sensorikseminar. Wenn Sie schon einmal in Neustadt sind, so ist es nicht mehr weit bis zum romantischen Herrenhof, dem ältesten Weingut der Pfalz im eingemeindeten Weindorf Mussbach. Der Weg von der Altstadt nach Mussbach kann wahlweise zu Fuß durch die Weinberge oder mit dem Planwagen zurückgelegt werden. Von der Stadtmitte Neustadts aus erreichen Sie aber auch in 15 Minuten den Pfälzer Wald, das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. Ihr Kultur- und Weinbotschafter sorgt dafür, dass sie weder verdursten oder verhungern noch sich rettungslos darin verirren.
Deidesheim – Schmelztiegel von Politik und Wein
Wie in keiner anderen Weinmetropole gab es in Deidesheim im 19. Jahrhundert einflussreiche und finanzstarke Fürstbischöfe, die in der Politik ihrer Zeit kräftig mitmischten. Von der politischen Bedeutung des Städtchens an der Weinstraße zeugt bis heute seine Architektur. Die Weingüter, die den Namen der „Weinbarone“ tragen, stehen inzwischen weniger für die große Politik, sondern vielmehr für die „Großen Gewächse“, also besonders hochwertige und teure Weine. Eine aktuelle Verbindung zwischen Wein und Politik gibt es aber noch: der Großvater des Bundeswirtschaftsministers Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg (seit 10. Februar 2009) war einer der Besitzer des Deidesheimer Weingutes „Reichsrat von Buhl“. Zu vergangenen Risiken und Nebenwirkungen der Verschmelzung von Wein und Politik fragen Sie bitte Ihren Wein- und Kulturbotschafter.
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